A la nage

Als klassische “Charlotte” wird eine Süßspeise bezeichnet, die Anfang des 19. Jahrhunderts von dem französischen Chefkoch Marie-Antoine Carême kreiert wurde. Die traditionell bekannte “Charlotte russe” besteht aus Biskuitteig, bayerischer Creme und Sahne. Hier wird eine kuppelförmige Schale mit Biskuitteig ausgekleidet, mit einer Mischung aus bayerischer Creme und geschlagener Sahne gefüllt und mit einer weiteren Schicht Biskuit bedeckt. Nach einiger Zeit im Kühlschrank wird die Charlotte gestürzt und zum anschneiden serviert.

Eine noch ursprünglichere Variante ist die warme Charlotte, die im 18. Jahrhundert von Sophie Charlotte von Mecklenburg-Strelitz, der Frau von dem englischen König Georg III., erfunden wurde. Bei dieser Art der Charlotte werden gefettete Weißbrotscheiben in eine Form gelegt, mit gekochtem Äpfeln bedeckt, die wiederum mit einer Schicht von Weißbrotscheiben zugedeckt werden. Die Charlotte wird gebacken, danach gestürzt und warm serviert.

In den letzten Jahrhunderten haben sich in der Gastronomie viele Varianten der Charlotte etabliert, wie etwa die “Charlotte Pompadour” mit Biskuit, bayerischer Creme und Erdbeerkonfitüre oder die “Charlotte à la Chantilly” mit Creme Chantilly und gehackten Trockenfrüchten, die vor dem Servieren mit frischen Früchten garniert wird.